Fortbildung von Kulzer zum richtigen Umgang mit Karius und Baktus

Mit Venus®Bulk Fill von Kulzer lassen sich Kavitäten im Milchzahngebiss problemlos auffüllen. (Bildnachweis: ©Kulzer)

Fortbildung von Kulzer zum richtigen Umgang mit Karius und Baktus

In der Kinderzahnheilkunde spielt Karies eine wichtige Rolle. Welche weiteren Erkrankungen bei den kleinsten Patienten auftreten, und was bei deren Behandlung zu beachten ist, erläuterte Prof. Dr. Dr. Norbert Krämer Ende Februar im Hands-On Workshop „Update Kinderzahnheilkunde“ von Kulzer.

 

Das Thema Milchzahnkaries ist spätestens seit der Einführung des Präventionsgesetzes im Jahr 2015 wieder auf die Agenda gerückt – noch immer erkranken knapp 20 Prozent der zwölfjährigen Kinder in Deutschland daran.1Doch auch Krankheiten wie die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) stellen Behandler regelmäßig vor Herausforderungen. Um über mögliche Therapieformen aufzuklären, lud Kulzer am 23. Februar nach Sprockhövel ein. „Leider gibt es in Deutschland nur vier Universitäten, die einen Lehrstuhl für Kinderzahnheilkunde haben – damit sind wir auf dem Gebiet der Kinderzahnmedizin ein Entwicklungsland“, bemängelte Prof. Dr. Dr. Norbert Krämer, Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen. „Gerade für die bisher weitestgehend unerforschte Erkrankung MIH ist das von enormem Nachteil.“

 

Während deren Ursachen noch unbekannt seien, machte Prof. Krämer für kindliche Karies hauptsächlich das Trinken aus Nuckelflaschen verantwortlich. Die darin enthaltenen gesüßten Getränke griffen die Milchzähne an. Darüber hinaus könnten Fissuren zu Karies führen, weshalb sie je nach individueller Gefährdung versiegelt werden müssten, um den Zahnschmelz vor der sogenannten „versteckten Karies“ zu schützen.

 

/// Karius und Baktus zu Leibe rücken

Um Karies zu diagnostizieren, stehen sowohl die visuelle Kontrolle als auch bildgebende Verfahren, wie Röntgen und Faseroptische Transillumination (FOTI), zur Verfügung. Beide erlaubten es dem Zahnarzt, die genaue Ausdehnung der Karies zu erkennen, um anschließend eine Therapieentscheidung treffen zu können. Um die versteckte Karies zu erkennen, sei in Grenzfällen die Fissurenerweiterung eine gute Diagnosemöglichkeit. „Karies ist ein dynamischer Prozess und hat individuelle Ausprägungen. Deshalb variieren Diagnose- und Therapieentscheidungen von Fall zu Fall“, erläuterte Prof. Krämer.

Für die Kinderzahnheilkunde sei es häufig von Bedeutung, mit einfachen Hilfsmitteln einen schnellen Erfolg zu ermöglichen. Sehr wichtig sei das Tempo der Therapie. „Besonders bei kleinen Kindern sollten Sie auf einfache und schnelle Maßnahmen Wert legen.“ Mögliche Therapieoptionen gerade in der ersten Dentition umfassten die Füllungstherapie, das Setzen einer Milchzahnkrone oder die Extraktion des Milchzahnes, falls der Erfolg der Therapie zweifelhaft erscheint. Wenn nur eine geringe Karieserkrankung (Initialkaries) vorliege, könne es auch ausreichend sein, den Zahn zu fluorideren, zu versiegeln oder auch zu infiltrieren. Je nach Grad der Demineralisation könnte die Füllungstherapie die richtige Behandlung sein. Hier bieten sich fließfähige und schrumpfkraftreduzierte Komposite, wie das Venus®Bulk Fill von Kulzer,an. Bei der Anwendung im Milchgebiss werde eine abschließende Schicht nicht benötigt. Neben den Füllungsmaterialien ist auch die Wahl des Adhäsivs von großer Bedeutung: Self-Etch Produkte wie iBOND®von Kulzer erzeugen eine homogene Adhäsivschicht und ermöglichen Ätzen, Primen, Bonden sowie Desensibilisieren in nur einem Schritt. „Ich behandle einige Kinder in meiner Praxis und nehme hier wirklich wertvolle Tipps mit nach Hause“, resümierte Dr. Dorothee Klein, Zahnärztin aus Wuppertal.

 

/// Kavitäten füllen

Bevor die Teilnehmer selbst loslegten, zeigte der Experte, wie er bei der Füllung von Kavitäten im Front- und Seitenzahnbereich vorgeht. Nach der Applikation des Adhäsivs füllte Prof. Krämer die Kavitäten mit Venus®Bulk Fill. „Vier Millimeter sind im Milchgebiss vollkommen ausreichend. Adhäsiv einbringen, polymerisieren sowie eine Schicht Komposit verarbeiten und Sie sind fertig.“ Anschließend erhielt jeder Teilnehmer ein Kunststoffmodell mit drei Kavitäten, die es zu versorgen galt. Dr. Marie-Theresia Rücker, Zahnärztin aus Hagen, ist zufrieden: „Der Hands-On Teil der Fortbildung war wirklich toll. Ich konnte Prof. Krämer problemlos folgen und auch gleich selbst das Gelernte praktisch umsetzen.“

Interessierte, die sich ebenfalls über Kinderzahnheilkunde informieren möchten, können sich online unter [Internetkugel]www.kulzer.de/zahnarztfortbildungenzu folgenden Terminen anmelden:

  • Freitag, 15.06.2018 in Freiburg-Munzingen
  • Freitag, 12.10.2018 in Ostseebad Dierhagen

 

Quelle:

1 Institut der Deutschen Zahnärzte im Auftrag von BZÄK und KZBV (Hrsg.), 2016. Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) – Kurzfassung

 

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