Herz und Motor der Internationalen Dental-Schau

VDDI wird 100

„Herz und Motor der Internationalen Dental-Schau“

 

Der Verband der Deutschen Dental-Industrie feierte

kürzlich sein 100jähriges Bestehen. Das Jubiläum beging der Verband am 29.6. in der Kölner Flora mit einem Festabend, zu dem 300 Gäste und Ehrengäste der Dentalfamilie aus dem In- und Ausland zusammenkamen.

 

Gegründet wurde der Verband 1916 von 34 Dentalunternehmen in Berlin. Mitten im ersten Weltkrieg fanden sie sich zusammen, um die durch den Krieg verschlossenen Märkte durch neue Absatzmöglichkeiten zu erweitern. Dazu wollte der „Verband der Deutschen Dental-Fabrikanten“ eigene Dental-Messen veranstalten. Es dauerte aber noch bis 1923, als im Jahr der Hyperinflation in Deutschland die erste Dental-Schau mit etwa 30 Ausstellern auf 350 Quadratmetern im Berliner Zoo stattfand, erläuterte VDDI-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Rickert in seiner Ansprache.

 

Die Weltoffenheit und Zuverlässigkeit des Verbandes und seiner Mitgliedsunternehmen sind einige der Erfolgsfaktoren, die die Existenz des Verbandes auch über schwierige Zeitläufte gesichert haben. Aus der ehemals nationalen Leistungsschau der deutschen Dentalhersteller ist in behutsam geplanten Entwicklungsschritten die Weltleitmesse der internationalen Dentalbranche geworden, so Dr. Rickert.

 

Heute ist die alle zwei Jahre stattfindende Internationale Dental-Schau (IDS) mit zuletzt (2015) 2.199 Ausstellern, mehr als 138.500 Besuchern auf rund 145.000 Quadratmetern die größte Dentalmesse der Welt. Mittlerweile wird die IDS von der Wirtschaftsgesellschaft des Verbandes, der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, veranstaltet. „Als alleiniger Eigentümer der GFDI ist und bleibt der VDDI das Herz und der Motor der IDS“, sagte Rickert.

 

Die herausragende Stellung der IDS für die Dentalbranche bestätigte die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Widmann-Mauz im BMG in ihrer Grußbotschaft zum Verbandsjubiläum: „Die angesprochene positive Entwicklung der IDS ist natürlich keine Selbstverständlichkeit. Die Basis dafür, wie auch die doch recht gute wirtschaftliche Situation der Branche, basieren sicherlich auch auf einer seit Jahren kooperativen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Unternehmen und Verbände, die im Dentalsektor vertreten sind.“

 

Hinsichtlich der demographischen Herausforderungen an die Gesellschaft sowie das Gesundheitssystem schrieb sie: „Die Innovationskraft der deutschen Dentalindustrie wird aber auch künftig gebraucht. Im Jahr 2030 wird in Deutschland ungefähr ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Dies wird zu einem Umbruch auch in der zahnmedizinischen Versorgung führen.“

 

Für den BDI sprach Holger Lösch, Vorstandsmitglied des Dachverbandes der Deutschen Industrie. Er betonte die enorm wichtige Rolle des industriellen Mittelstandes für den Industriestandort Deutschland: „Von 3,65 Mio. Unternehmen gehören gut 99 Prozent zum Mittelstand. Mehr als in jeder anderen Industrienation. Mittelständische Unternehmen stellen rund 60 Prozent Arbeitsplätze und 84 Prozent Ausbildungsplätze.“

 

Die deutsche Dental-Industrie lobte er als wichtigen Vertreter von Weltmarktführern aus Deutschland: „Dentalprodukte „Made in Germany“ genießen überall hohes Ansehen. Als Teil der Medizintechnikbranche sei die Dental-Industrie weltweit erfolgreich unterwegs, vergleichbar sei sie nur mit Industrienationen wie USA und Japan. Nicht ohne Grund habe sich die unangefochtene Leitmesse des Dental Business in Köln etabliert, führte Lösch aus.

 

Die heute 200 Mitgliedsunternehmen der dentalen Medizintechnik beschäftigen etwa 20.000 Mitarbeiter. Sie produzieren alles, was Zahnärzte und Zahntechniker, die sie benötigen, um die Mundgesundheit ihrer Patienten zu erhalten oder wieder herzustellen. Zuletzt erzielte die Dental-Industrie insgesamt fast fünf Milliarden Euro Umsatz, davon 62 Prozent im Ausland.

 

Der Verband ist heute vor allem Interessenvertreter sowie Dienstleister seiner Mitglieder. Neben Firmen aus Deutschland hat er auch internationale Unternehmen in seinen Reihen. Die überwiegend mittelständisch organisierten Mitgliedsunternehmen reichen von inhabergeführten Familienunternehmen bis hin zu Weltkonzernen.

 

Die Produktpalette umfasst heute mehr als rund 60.000 Produkte, die teils über den Direktvertrieb, teils über den Dentalfachhandel an die Anwender in Zahnarztpraxen und Dentallaboren geliefert werden.

 

„Weltweit stehen die Produkte unserer Industrie seit mehr als einhundert Jahren im In- und Ausland in hohem Ansehen, weil Medizintechnik aus Deutschland als sehr zuverlässig und innovativ gilt,“ fasst VDDI-Ehrenvorsitzender Walter Dürr zusammen.

 

Als eigenständiger Teil der deutschen Gesundheitswirtschaft leistet die Dental-Industrie ihren bedeutenden volkswirtschaftlichen Beitrag zu einer Branche, die mittlerweile den Vergleich mit der Automobilindustrie nicht zu scheuen braucht. Die Gesundheitswirtschaft beschäftigt elf Prozent der Arbeitnehmer und sorgt für eine Wertschöpfung von 287 Milliarden Euro.

 

Allein die mehr als 480.000 Beschäftigten der deutschen Dentalbranche in der Mundgesundheitswirtschaft mit Zahnärzten, Zahntechnikern und Personal aus Praxis und Labor sowie dem Dentalhandel setzen mehr als 25 Milliarden Euro um.

 

Den Zielen ihrer Gründer fühlt sich die Dental-Industrie heute noch verpflichtet: „Die Dentalindustrie ist beseelt von dem Wunsch, an ihrem Teil zur Förderung der Allgemeingesundheit und des Gemeinwohls beizutragen; sie hätte sonst nicht die Veranlassung gehabt, die ausländische Konkurrenz zur Mitbeteiligung einzuladen,“ hieß es zur Eröffnung der 6. Dental-Schau 1928, der ersten mit ausländischen Ausstellern.

 

„Wir bleiben weltoffen, global orientiert und wollen auch in einhundert Jahren noch ein zuverlässiger Partner für Mundgesundheit in aller Welt sein,“ versichert Rickert.

 

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