Vertikale Kieferkammaugmentation mit gleichzeitiger Implantatinsertion in der mittleren Schneidezahnregion des Oberkiefers

Vertikale Kieferkammaugmentation mit NeoGen™ titanverstärkter Membran – M Interproximal und gleichzeitiger Implantatinsertion eines Neoss ProActive Straight Implantates

Dr. Norbert Hassfurther

 

/// Klinische Situation

Ein 40-jähriger Patient stellte sich mit einem fehlenden mittleren Schneidezahn und einem resorbierten Kieferkamm vor (Abbildung 1). Es wurde ein Mukoperiostlappen mit Entlastungsinzisionen abgeklappt, wodurch ein großer vertikaler Defekt sichtbar wurde (Abbildung 2). Ein Neoss ProActive Straight Implantat wurde bei dem 8 mm vertikalen Defekt gesetzt (Abbildung 3). Autogene Knochenzylinder (3,4 x 4 – 5 mm) wurden aus der Linea obliqua des Unterkiefers in der Molarenregion entnommen und um das Implantat eingebracht, um die Regeneration zu beschleunigen und als Platzfüller zu fungieren (Abbildung 4). Eine NeoGen™ titanverstärkte Membran – M Interproximal wurde zugeschnitten, geformt und in den OP-Situs eingepasst sowie bukkal mit zwei Stiften fixiert (Abbildung 5). Ein spannungsfreier Lappenverschluss wurde durch Entlastung des Periosts auf der bukkalen Seite erreicht (Abbildung 6). Die Weichgewebeheilung verlief komplikationslos (Abbildung 7-8).

Nach 6 Monaten wurde der Zweiteingriff durchgeführt. Es wurde eine zentral-krestale Inzision mit Entlastungsinzisionen verwendet (Abbildung 9). Der Lappen wurde abgehoben, um die Membran freizulegen (Abbildung 10). Das Weichgewebe konnte nach der Abheilung leicht von der Membran getrennt werden. Die Membran wurde entfernt. Neu gebildeter Knochen füllt den gesamten von der Membran geschaffenen Raum (Abbildung 11). Überschüssiger Knochen oben auf den Deckschrauben wurde entfernt, um Zugang zum Implantat zu erhalten (Abbildung 12). Ein PEEK-Gingivaformer wurde mit dem Implantat verbunden und der Lappen verschlossen (Abbildung 13). Das direkt nach dem Einsetzen des Abutment aufgenommene Röntgenbild zeigt, dass der Knochen erfolgreich bis zur Höhe der Implantatplattform regeneriert wurde (Abbildung 14).

 

– AUTOR

Dr. Norbert Hassfurther

 

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